Sigrid Wobst: Ausstellungen
FrauenAnsichten
28. Oktober - 02. Dezember 2001
Wilhelm-Morgner-Haus, Soest
Katalog
Serie: "Die digitalisierte Frau"
"AM NABEL DER WELT", 2001
205 cm hoch x 150 cm breit
original Photographie, Computerbearbeitung
"STIMMUNGEN III" UND "STIMMUNGEN IV", 2001
Diptychon, je 93 x 140 cm original Photographie, Computermalerei
Einige
Überlegungen zu meinen neuen Arbeiten möchte ich mit Ihnen teilen:
Ein Diptychon besteht aus 2 Bildern, 4 Drucke sind in einem Rahmen zusammengefaßt, so daß pro Arbeitkomplex jeweils 8 Drucke inhaltlich in Zusammenhang stehen.
Zahlen sind auch alte Symbole und ich benutze diese Symbolik in allen meinen Arbeiten. Für mich ist die Zwei, das Paar, das sich ergänzt und durch die Ergänzung erst komplett wird - das ist der "innere Bereich"-, die Vier verbinde ich mit den 4 Elementen, den 4 Himmelsrichtungen - das ist der "äußere, irdische Bereich" -; die Acht ist eine ganz besondere Zahl, sie ist das Zeichen für Unendlichkeit (wenn ich sie auf die Seite lege, ist das klar sichtbar). Dieses sind die formalen Gründe, warum ich diese Arbeiten so angeordnet habe. Die Serie der 16 Drucke zeigt ein und das selbe Motiv in verschiedenen Varianten. Die Spannung liegt in der Verbindung von Wiederholung und Variation, von Bekanntem und neuem Blickwinkel auf das Bekannte - es können sogar neue Assoziationen entstehen, die mit dem Ursprung nichts mehr gemeinsam haben.
So
wie die feinen Stimmungs- und Gefühlsnuancen menschlicher Existenz immer dem gleichen
Muster folgen und doch neu für jeden einzelnen Mensch wieder zu erleben sind.
Wir alle kennen diese Stimmungen, die farbigen, schillernden Facetten unseres
Lebens, - sicher in noch größerer Vielfalt als ich sie dargestellt habe!
Elemente von u.a. positiv, negativ, schemenhaft, konkret, vibrierend oder klar, übernehme ich in den Drucken, suche sie darin zu verbildlichen, ihnen eine neue sichtbare Form zu geben.
Stimmungen,
die uns vibrieren lassen, die sich an einander reiben, auf einander prallen, die
so bruchstückhaft und schemenhaft sind, daß sie oft nur schwer auszumachen sind.
Stimmungen, die positiv sind, klar erkennbar, lesbar, - andere, die trotz des negativen Charakters ihre Schönheit haben.
Stimmungen, die uns auf den Kopf stellen, überwältigen und alles verkehrt erscheinen lassen . . . und doch ganz einfach zum Leben dazu gehören.
Stimmungen, die so zart und fließend sind, dass wir sie kaum selbst wahrnehmen.
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